Stiftung Anerkennung und Hilfe (Fonds II)

Personen, die als Kinder und Jugendliche im Zeitraum zwischen 1949 bis 1975 (in der Bundesrepublik Deutschland) bzw. 1949 bis 1990 (in der DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Einrichtungen Leid und Unrecht erlitten haben, können besondere Leistungen erhalten.

Beratung und Hilfe bietet die Bayerische Anlauf- und Beratungsstelle der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“.

Leistungen

  • Finanzielle Hilfen aus der Stiftung "Anerkennung und Hilfe":
    Bei Folgeschäden und geminderten Rentenansprüchen infolge der Unterbringung.

Eine Anmeldung ist bis zum 31. Dezember 2019 möglich.

  • Wenn während der Unterbringung in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie auch körperliche Gewalt verübt wurde, kann ein Anspruch auf Entschädigung als Gewaltopfer nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) bestehen: Die Leistungen sind geregelt durch das Bundesversorgungsgesetz (BVG). Ein Anspruch auf Versorgung besteht aber nur dann, wenn allein infolge der Gewalt während der Unterbringung Schwerbeschädigung und Bedürftigkeit vorliegen.

Kontakt und weiterführende Informationen

Erster Ansprechpartner für Betroffene, die ihren Wohnsitz in Bayern haben, ist die Bayerische Anlauf- und Beratungsstelle der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“. Sie ist eingerichtet beim Bayerischen Landesjugendamt im ZBFS. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten und unterstützen die ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner der genannten Einrichtungen bei ihren Anliegen. Die Beratung erfolgt auch im Hinblick auf die Leistungen der Stiftung.